Archive for Allgemeines zum Krafttraining

Die Atmung

Durch die korrekte Atmung kannst du womöglich verborgene Kräfte und Explosivität entdecken. Atme bei der Belastung ein und bei der Entlastung aus, beziehungsweise nachdem du den schwierigsten Teil der Hebung bewältigt hast. Das ist die natürlichste Art der Atmung. Sie dient mehreren Zwecken: Erstens wird die Kraft, die du aufwenden kannst, um bis zu 20 % gesteigert. Zweitens wird der Rumpf stabilisiert. So kann die Übung akkurat und sicher ausgeführt werden. Drittens: In den Bauch- und Brusthöhlen wird kein Druck aufgebaut, der hilft, die natürliche Krümmung der Wirbelsäule aufrechtzuerhalten. So stabilisiert die Atmung die Wirbelsäule und beugt damit Rückenverletzungen vor.

Vielleicht wurde dir empfohlen, das genaue Gegenteil dessen zu tun, was wir gerade beschrieben haben – Einatmung bei der Rückkehr, Ausatmung bei der Anstrengung. Diese Empfehlung betrifft nur Personen mit hohem Blutdruck und/oder anderen Herz-Kreislauf-Problemen. Sie betrifft keine gesunden Athleten, die den angehaltenen Atem nicht nur zur sauberen Ausführung von Kraft- und plyometrischen Übungen benötigen, sondern auch zur akkuraten Anwendung ihrer Fähigkeiten.

So zeigen zum Beispiel Studien, dass Sportler kurz vor und während der kraftaufwändigen Phasen bei Schlag-, Wurf-, Spring-, Lauf- oder Tretbewegungen automatisch ihren Atem anhalten. Atmest du dagegen während der Ausübung einer Fertigkeit oder einer Kraft- oder Explosivübung aus, so kannst du einen sofortigen Kräfteverfall bzw. eine Schwächung des Körpers feststellen. Das beeinträchtigt deine Leistung erheblich. Gewöhnst du dir also an, beim anstrengendsten Teil der Hebung einzuatmen und deinen Atem anzuhalten. Atmest du dann bei der Rückkehr aus, oder wenn der schwierigste Teil der Hebung vorbei ist. So reduzierst du schnell den Druck im inneren Brustbereich.

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